CFDs – Chancen und Brokerwahl

In den letzten Jahren stehen auch Privatanlegern immer mehr Instrumente für die Geldanlage und Performance-Erhöhung zur Verfügung. Eines davon sind CFDs (Contracts For Differences), was in die deutsche Sprache übersetzt so viel wie „Anrechte auf Wertveränderungen“ bedeutet. Spätestens seit dem auch große Online- und Discount-Broker diese Wertpapiere im Angebot haben, lohnt sich der Blick darauf.

CFDs und ihre Rolle bei der Geldanlagestrategie

cfdBei den CFDs handelt es sich um Wertpapiere, die mit einem festen, unveränderbaren Verhältnis an die Wertveränderung des Basiswertpapiers gekoppelt sind. Anders als beispielsweise bei den Optionen gibt es keinen Zeitwert, der umso mehr sinkt, je näher das Fälligkeitsdatum rückt. CFDs haben ihrer Konstruktion entsprechend grundsätzlich eine unbegrenzte Laufzeit! Sie sind ein sehr volatiles Geldanlageinstrument und sollten ein Wertpapierdepot lediglich ergänzen, aber nicht ersetzen.

Der Anleger kauft sich dann beispielsweise statt einer Aktie von Daimler inklusive der Sachwerte und der Dividende ein Wertpapier, welches sich an den Kursveränderungen orientiert. Steigt der Basiswert – also die Daimler Aktie – um einen Euro, so würde sich bei einer Koppelung von 1:1 eine Wertsteigerung ebenfalls von einem Euro ergeben. Da das Anrecht auf die Kursdifferenz aber zu einem wesentlich günstigeren Kurs gehandelt wird, erhält der Anleger eine höhere Anzahl an Wertdifferenzrechten, wenn er einen identischen Betrag wie beispielsweise 1.000 Euro investiert. Mit einem CFDs kann der Anleger – bei einer auf eine Baisse abzielenden Einschätzung für einen Wert – auch in Kursverluste investieren: In diesem Fall verkauft er ein CFD, welches vorher nicht im Bestand gewesen ist. Und stellt den Depotbestand später wieder glatt. Der Gewinn resultiert in diesem Fall daraus, dass der Anleger die CFD zu einem höheren Kurs „leerverkauft“ als „zurückgekauft“ hat.

Entscheidungskriterien bei der Wahl des CFD-Brokers

CFDs sind insbesondere auch für kurzfristig orientierte Trading-Strategien geeignet, da Sie hier ein Höchstmaß an Rendite aus den Wertschwankungen generieren können. Bei der Wahl des CFD-Brokers sollten Sie auf die folgenden Kriterien achten:

  • Ordergebühren und Spread zwischen An- und Verkauf von CFDs: Am deutlichsten wird die Problematik, wenn Sie die Mindest- und prozentualen Gebühren einer Filialbank mit denen des Online- bzw. Direktbrokers vergleichen. Dort wird oftmals auch ohne das Erbringen irgendeiner Beratungsleistung eine Mindestgebühr von 20-27,50 oder noch mehr Euro verlangt oder auch ein ganzes Prozent an Ordergebühren berechnet. Das schnelle Trading insbesondere kleinerer Positionen wird dann unattraktiv. Die Bankgebühren würden die Marktschwankungen übersteigen.
  • Möglichkeit der intelligenten Auftragserteilung: Mit einem CFD entscheiden Sie sich als Anleger für ein sehr volatiles Anlageinstrument, was einen sehr hohen Hebel hat. Kleine Wertschwankungen des Basiswertpapiers manifestieren sich dann in entsprechend multiplizierten Wertveränderungen. Um Gewinne („Stop-win“, Gewinnabsicherung) durch einen vorher angelegten Verkaufsauftrag absichern zu können empfiehlt sich die Eingabemöglichkeit eines sehr langen Gültigkeitsdatums. Ebenso sollte es möglich sein, eine Stop-Loss-Order vorausschauend eingeben zu können.
  • Informationsangebot und Chart-Leistungen: Heutzutage eine Selbstverständlichkeit, dennoch sollten Sie bei der Brokerwahl auf ein breites Informationsangebot achten, welches auch Charts und moderne Wertpapier-Tools umfasst. Optimal wäre die Möglichkeit, dass Sie sich die entsprechenden Tools mit einem kostenfreien Demokonto ansehen und damit die ersten Schritte auf der Lernkurve zu den Finanzen der CFDs unverbindlich und ohne Risiko aneignen könnten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es bei der Wahl des CFD-Brokers sowohl auf die Gebührensituation, als auch das Leistungsangebot ankommt. CMC Markets bietet beispielsweise einen leichten Einstieg in den CFD-Handel an.